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Schuljahr 2006/07

 

Tag der offenen Tür bei den „Fadis“

 

„Knocking on Heaven’s Door“, rockig intoniert von einer Girls-and-Boy-Group, versetzte im Festsaal der Fadingerschule die Besuchermassen in Begeisterung. Ja, in wahren Massen waren sie gekommen und hatten sozusagen an die Tür zum Himmel geklopft, denn schöner kann es dort auch nicht sein, als bei uns. Freilich nur ein imaginäres, virtuelles Klopfen, es standen ja alle Türen unseres Hauses weit offen.

Lange vor dem offiziellen Beginn um 15.00 Uhr waren sie ins Foyer im Erdgeschoß geströmt und hatten schon ihre ersten Kommentare ins Mikrophon unserer eifrigen Schüler-Reporter abgegeben. Am Begrüßungsstand – oder sagt man doch besser „Welcome-Desk“ - hatten sie sich mit Informationsmaterial und den wichtigen Teilnahme-Scheinen für ihre Kinder – Stichwort Mitmach-Stationen -eingedeckt.

Und nun, die letzten Rock-Akkorde waren verklungen, saßen sie in Erwartung einer endlosen Rede des Herrn Direktors.

   

Irrtum, erfrischend kurz war sie, genau so wie die Ausführungen unserer Schülerberaterin, Frau Mag.a Birgitt Reisinger, welche die Besonderheiten unserer Schule aufzeigten.
Und dann schwärmten sie aus, die Kindergruppen geführt von Schülern der siebten Klassen, die Elterngruppen begleitet von Professoren.

Im ersten Stock stellten sich die Fadinger Jungfilmer mit verschiedenen preisgekrönten Produktionen vor. Apropos Film, haben Sie gewusst, dass man sich in mehreren Räumen unserer Schule dank neuster Beamer so manchen Streifen schon in Cinemascope-Qualität hineinziehen kann?

So gesehen im Schauraum der Anglisten – „Ice Age“ in englischer Originalsprache!

  

Die Deutschlehrer stellten eine große Auswahl an Printmedien, natürlich alle von unseren Schülern produziert, vor, und in der Mathematikklasse ging es schon ans Knobeln. Da schadete es auch gar nicht, wenn Mama und Papa ein bisschen mitdachten.

Nicht minder lebendig ging es im zweiten Stock zu. Lebendig? Da saßen doch drei Knochengerippe beim Brettspiel! Ach so, kein Gruselkabinett, Biologie war angesagt, und die Vielfalt dieses Faches kam gut zur Geltung, vom Sezieren frischer Forellen über das Erzeugen von Frischkäse bis zum – schon wieder Eis, diesmal sogar „burning ice“.

Das war aber nicht der Grund, warum sich einige Akteure der Theaterwerkstatt in dicke Pelze gehüllt hatten. Sie traten in dem Einakter „Der liebe Wolf und das böse Rotkäppchen“ auf.

Viel eigene Kreativität konnten unsre jungen Besucher natürlich in den Zeichensälen entfalten, denn dort war wieder das beliebte Button-Gestalten angesagt. Danach kurz entspannen im Kunstkino, bevor es weiter geht zur Physik.

„Besuchermagnet“ ist natürlich an sich schon ein physikalischer Begriff, und nicht nur Elektrizität erzeugt Anziehung, sondern auch Versuche mit Wasser, Farben und Elektronik. Es kam auch zu einzelnen Kurzschlusshandlungen, freilich nur bewusst herbeigeführt von den Schülern unseres naturwissenschaftlichen Zweiges!

Heiß ging es auch im Chemiesaal her: Farbige Flammen und spuckende Vulkane faszinierten die jungen Besucher.

Nicht weniger faszinierend die Satellitenbilder unserer Erde, die man sich in der Geographieklasse über Internet herunterladen konnte. Nichts mehr vom alten Schulatlas früherer Generationen!

Und dann ganz hinunter, vorbei an der fantastischen, luftig leichten Dekoration im Stiegenhaus, entworfen und ausgeführt im Fach Textiles Werken.

Der Gang zu den Werkräumen präsentierte sich - neu ausgemalt - im besten Licht und bunt wie nie zuvor.

Noch Energie für die Herausforderung der Sportgeräte im kleinen Turnsaal oder das Torschuss-Geschwindigkeits-Meßgerät im neuen?

Natürlich, aber dann schnell ab ins Büffet im Erdgeschoß. Spätestens jetzt hatte man Zeit, über wichtige Fragen nachzudenken. Ein Vater will wissen, ob die jüngere Schwester seiner Zweitklässlerin auch zu uns kommen will, ein anderer, selbst ehemaliger Schüler, wie der Schulweg seines Sohnes aus Hofkirchen ausschauen wird. Gut, dass man alles über die Nachmittagsbetreuung erfahren hat! Und wieder ein anderer Ehemaliger meint: „Wenn ich nochmals anfangen müsste, ginge ich da her!“. Alle der etwa 400 Besucher konnte ich nicht nach ihrer Meinung fragen, aber ich hörte zum Beispiel Folgendes: „Sehr interessant, kompetente Auskunft!“ „Gefällt mir irrsinnig gut, speziell für einen Buben!“ - Aha! – „Sehr angenehm, alle sind so freundlich!“ – Na also! Und eine Mutter, selbst ehemalige Fadingerin, meinte auf die Frage, was sich seit ihrer Zeit verändert habe: „Alles ist heller und freundlicher geworden, und es ist gut, dass in der Hauptsache die Kinder, die Schüler das Programm dieses Tages gestalten!“ Danke, und klopfen Sie ruhig wieder an „Heaven’s Door“, spätestens an den Anmeldeterminen für das nächste Schuljahr!

Mag. Josef Auer