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Schuljahr 2006/07

 

Lesemania - ein Medienprojekt der 8c

Das Unterrichtsfach Medien besteht in der 8. Klasse aus mehreren Modulen, wobei eines davon heuer dem Schwerpunkt Werbung gewidmet war.
Im Anschluss an die theoretische Knochenarbeit folgte ein praktischer Teil, der das Thema in den Mittelpunkt stellen sollte. Die SchülerInnen waren aufgefordert das Lesen zu bewerben. In welcher Form sie auf das gestellte Thema zugingen, war ihnen freigestellt und so entstanden sehr unterschiedliche, zum Teil äußerst kreative Beträge. Einige davon werden hier vorgestellt.
Viel Spaß beim Betrachten, Lesen, Hören, Schmunzeln, Nachdenken usw.

Mag.a Sylvia Bäck

Projektbeiträge

 

Sarah Ecklmayr

 

Jemand, der dich Wissen lehrt,
alles wiederholt und sich nie beschwert.
Jemand, der deine Phantasie befreit
und dir nichts verneint.
Jemand, der deinen Alltag belebt
und mit Flügeln in den Himmel hebt.
Jemand, der dich durchs Leben führt
und dein Herz berührt.
Jemand, der dich tröstet in schweren Zeiten…
…ein Buch wird dich leiten!

 


 

Oliver Lukesch

 

 

 


 

Lorenz Dorn-Fussenegger

 

"Das Buch ist der Baustein des freien Geistes"

"Die Welle die mich mit sich riss, war geistiger Natur"

"Ich lebe nicht in geistiger Askese
                                                  - ich lese!"

 


 

Beat Lehner

 


Written & Composed by Felix Schobesberger & Matthias Leichtfried im Jänner 2007



 

Sarah Ecklmayr, Beat Lehner, Christoph Thorwartl, Oliver Lukesch

 

 


 

Lorenz Dorn-Fussenegger

 

"Ein Buch ist in mancher Hinsicht wie eine Knospe, erst nach und nach eröffnet es sich uns, zeigt schließlich seine wahre Pracht, und was bleibt ist doch nur der feine Duft in unserer Nase"

"Manchmal vermag ich nicht mehr zu unterscheiden, was ich selbst erlebt und was erlesen von all den Erfahrungen, die ich mit mir trage"

 


 

Karl Breinesberger

 

 


 

Sabina Undeßer

Lesen

Gefesselt von der Faszination,
erregt von mancher Provokation,
überrascht von der Vielfältigkeit,
beeindruckt von der Leichtigkeit,
beflügelt von der Phantasie,
angetan von der Magie,
verliebt in die Sentimentalität,
erstaunt über Aggressivität,
beruhigende Meditation,
atemberaubende Emotion;

verrückt nach Literatur- das ist Lesen pur!


 

Karl Breinesberger

 


 

Karin Neußl

Die 10 Vorteile des Lesens:

  1. Lesen entführt uns Menschen in eine andere Welt
  2. Lesen kann man alle
  3. Lesen kann man an jedem Ort
  4. Lesen erweitert unseren Horizont
  5. Lesen ist einfach zu erlernen
  6. Lesen begleitet uns ein Leben lang
  7. Lesen erhält unsere kindliche Phantasie am Leben
  8. Lesen bringt uns fremde Länder oder Personen näher
  9. Lesen ist eine gute Freizeitbeschäftigung
  10. Lesen ist nicht kostenintensiv

 

Lesen ist nur eine der vielseitigen Verwendungen von BÜchern:

 

Lesen begleitet uns durchs ganze Leben, darum versuche es zu erlernen!

 


 

Lisa Puchner

 


 

 

Sabina Undeßer, Marie Kitzmüller

 

Simons Märchensammlung

Es war einmal ein kleiner Junge. Sein Name war Simon. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater arbeitete in einem Bergwerk und die Mutter war schon lange tot. Simon war der älteste seiner neun Geschwister. Der Vater kümmerte sich kaum um die Kinder, weil er immer so lange arbeiten musste und deshalb erledigte Simon den ganzen Haushalt. Die Holzhütte mitten im Wald war kein gemütliches Zuhause für die Großfamilie. Im Winter war es eiskalt und im Sommer hatten sie große Schwierigkeiten an Wasser zu kommen. Simon hatte schwere Lasten mit sich zu schleppen. Einerseits vollbrachte er die enorme Arbeit und andererseits war er der „Motivator“ für seine Geschwister, die alle sehr unter dem frühen Tod ihrer geliebten Mutter litten.

Um sie von ihrer bitteren Armut abzulenken, erzählte ihnen Simon täglich vor dem Schlafengehen viele wundervolle Geschichten. Sie handelten oft von Feen, Schlössern, Königen, Zwergen und von einer wunderschönen Prinzessin, welche immer den Namen der verstorbenen Mutter trug. Simons Geschwister genossen die Märchen ihres Bruders sehr und die Märchen halfen ihnen auch, als ihr jüngstes Geschwisterchen an einer Lungenentzündung starb. Es war natürlich auch sehr schwer für Simon den Tod seines Bruders Stefan zu verarbeiten. Deshalb erzählte er seinen Brüdern und Schwestern, dass die wunderschöne Prinzessin ihren kranken Bruder abholte und ihm von nun an ein glückliches, segenreiches und zukunftsträchtiges Leben am Schloss bot.

Eines Tages schlug Simons kleine Schwester Sophia ihm vor, seine Geschichten niederzuschreiben. Anfangs war er skeptisch, weil er dachte nicht mehr schreiben zu können. Doch Sophia beharrte auf ihren Vorschlag und ermutigte ihn. Sie erinnerte Simon immer wieder an die Zeiten als ihre Mutter, die übrigens ursprünglich aus gutem Hause stammte, noch lebte und Simon lesen und schreiben beibrachte. Irgendwie fühlte sich Simon schon geschmeichelt von seiner Sophia und außerdem wollte er seiner Mutter alle Ehre machen indem er das Gelernte wieder auffrischte. Und so kam es nun, dass Simon seine Geschichten niederschrieb. Simon hatte großen Spaß an seiner zusätzlichen Arbeit und ließ sich auch von nichts und niemandem unterkriegen. Er ignorierte selbst die bissigen Kommentare seine Vaters, der inzwischen arbeitslos und schwer depressiv war.

Simon bat eines Tages seine Geschwister passende Bilder zu seinen Märchen zu malen. So entstanden von Tag zu Tag neue Geschichten und dazu phantasievolle Bilder. Simon konnte kaum glauben, wie schnell „Simons Märchensammlung“ dicker und dicker wurde. Schließlich und endlich meldeten sich immer mehr Zuhörer an. Die kleinen Kinder und auch die Eltern waren begeistert von dem jungen Autor.

Zunächst waren die Kinder zufrieden mit dem Zuhören, doch dann äußerte vor allem Sophia den Wunsch: „Simon mein lieber Bruder, kannst Du uns nicht Lesen und Schreiben beibringen?“ Diesmal zögerte Simon nicht und gab selbst den Erwachsenen Unterricht. Auch sein mürrischer Vater änderte sich und war sehr stolz auf seinen erfolgreichen Sohn.

Simons Traum war noch lange nicht zu Ende. Die bezaubernde, bildhübsche und hinreißende Tochter des im Königreich der „Babilotten“ liegenden Könighauses „Appokolotaya“ hörte natürlich von dem außergewöhnlichen jungen Mann. Heimlich schnappte sich den Schimmel aus dem Stall und begab sich auf den ungewissen und gefährlichen Weg. Nach wenigen Stunden erreichte sie die romantische Holzhütte und trat ungeniert ein. Simon konnte seinen Augen nicht trauen. Er erkannte die junge Frau sofort und war zunächst sprachlos. Auch die Prinzessin war regungslos. Ihre Blicke trafen sich und ein Feuer entflammte. Simon, immer noch überwältigt von dem Moment, war höchst erfreut über den hohen Besuch in seiner kleinen, bescheidenen Holzhütte.

Schließlich brach die Prinzessin Genufeva das Schweigen und sprach in einem Schwall: „ Ich hab von deinen Geschichten gehört. Ich hab von deinem Pflichtbewusstsein deinen Geschwistern gegenüber gehört. Ich hab von deiner Dankbarkeit deiner Mutter gegenüber gehört. Ich von deinen blauen Augen gehört. Ich hab von deiner Zielstrebigkeit gehört. Ich hab …!“
„Genufeva ist schon gut. Ich danke Dir für deine schmeichelnden Worte, aber warum kommst du den weiten Weg hier her?“, fragte Simon. Nach dem kurzen Gespräch war klar, dass Simon und Genufeva füreinander bestimmt waren und gemeinsam schmiedeten sie große Pläne. Mit Hilfe Genufevas Geld planten sie „Simons Märchensammlung“ zu veröffentlichen, damit Kinder aus aller Welt so wundervolle Geschichten lesen konnten. Außerdem wurde Simon beauftragt den ganzen armen Kindern im Königreich der „Babilotten“ das Lesen und Schreiben beizubringen. Simon zog mit seiner Familie ins Könighaus „Appokolotaya“ und schrieb immer mehr Märchen. Simon zeigte der ganzen Welt, dass Lesen Menschen verbindet, bildet, erfreut, begeistert, Spaß macht und zur Nachahmung anregt!
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lesen Simon und seine Frau und Mutter seiner Kinder noch heute!

Ende gut, alles gut!