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Schuljahr 2008/09

 

ALICE Second Life

DIE ANDERE SEITE - LEBEN ZWISCHEN ZWEI WELTEN


Alice –eine junge Frau- spielt das Computerspiel „Alice“ auf ihrem Laptop.
Die reale Handlung löst sich dabei zusehends & „-hörends“ auf , die Welt der Studentin weicht ihrem Second Life:
Sie wird ihrer Spielheldin ganz gleich - anfängliche Identifikation wird zur totalen Identität.
Die beiden verschwimmenden Welten werden nicht nur durch jeweils eigene Bilder, sondern auch durch ganz und gar unterschiedliche Musik charakterisiert.
Wim van Zutphen schuf die Musik der realen Ebene –
Helmut Rogl zeichnet für die virtuelle Laptop-Tonebene des Second Life als Komponist verantwortlich.

Filmausschnitte im Netz

gibt es hier.

Eine junge Frau spielt in einer modernen Dachwohnung am Laptop erfolgreich und begeistert das PC - Game ALICE. Die Handlung des Spiels ist eine Fortsetzung von Lewis Carrolls Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln. Alice hat bei einem Brand des Elternhauses beide Elternteile verloren. Weil sie sich die Schuld am Tod der Eltern gibt, zieht sie sich vollkommen in sich selbst zurück und lebt nun in einer Irrenanstalt. Dort ereilt sie der Hilferuf aus dem Wunderland. Bedingt durch ihren geistigen Zustand ist das Wunderland, welches im Prinzip nur in Alice' Fantasie existiert, zu einem bedrohlichen und dunklen Ort geworden, in dem die Herzkönigin ein grausames Terrorregime errichtet hat. Um sich selbst und das Wunderland zu retten, muss Alice zu Waffen greifen und die Herzkönigin besiegen. Ein verlustreicher Kampf gegen das eigene Ich, wie sich herausstellt.

Diesen Kampf gegen das eigene Ich durchlebt auch unsere junge Studentin, die das Spiel vor allem aus zwei Gründen liebt: Erstens, weil ihr eigener Name ALICE lautet und zweitens, weil sie seit Kindestagen mit der Geschichte vom Wunderland und alle Bewohnern vertraut ist. Während es ihr auch diesmal anfänglich mit Hilfe der Grinsekatze gelingt die Herzkönigin zu überlisten und damit den nächst höheren Level zu erreichen, kann ihr nach der Verwirrung im Spiegelland auch der weiße Hase nicht mehr helfen und so ist sie der Teegesellschaft, Mad Hatters Tücke und dem Blutdurst der Herzkönigin bis zum letzten entscheidenden Schachzug hilflos ausgeliefert. Unmerklich wird sie als Person immer mehr eins mit der Computerwelt bis sie zur Gefangenen und schließlich Opfer des eigenen Spiels wird.

Darsteller, Team, Musik, Regie

Katharina Wöhrer
Katharina Wöhrer
Claudia Höller
Isabella Kozlica
Alexa Mitterbaur
Katja Hack
Barbara Pichler
Ina Schneckenreither
 
Gerolf Nikolay (Leitung)

Florian Barbaric, Michael Buchegger, Lukas Hofrichter, Markus Isack, Raimund Linder, Oliver Lukesch, David Nadlinger, Tassilo Posegga, Marlene Stockmayr, Ruth Wagner, Stefan Weinknecht, Anna Wick, David Wurm
David Wurm
Hannah Baumgartner, Nici Usewicz, Ruth Wagner,
Verena Duller, Manfred Pilsz
Wim van Zutphen
Helmut Rogl
Manfred Pilsz
Manfred Pilsz

 

Dank an: ÖKS/Austria Kulturkontakte / Kostümverleih Linz / OK /
Landesmuseum / Turmmuseum Leonding

 

Alice – Ein Film von Manfred Pilsz
Zur Musik von Helmut Rogl                                                      Jänner 2009

Die andere Seite – die Welt des Spiels – die Welt im Spiel.
Spielerische Neugier verführt Alice in eine Spiel- und Spiegelwelt.
Alice in der realen Welt, im „Wachzustand“, komponiert von Wim van Zutphen, blendet über in die andere Seite: Helmut Rogls Soundtrack lotet die Gegenwelt aus.
Was verbirgt sich hinter den Spiegelbildern?
Überraschendes – Unheimliches – Furchteinflößendes – ein Albtraum?
Die Musik findet die Klänge dazu.
Spielerisch empfundene Motive gehen der unheimliche Welt der unbestimmten Erwartung nach. Der Klang natürlicher Instrumente erhält eine Aura künstlicher Klangfarben. Bekanntes – Fremdes: der Unterschied ist schwer zu fassen und zu greifen: Alice ist irritiert.
Charakteristische Instrumente stehen für Figuren des Films: Alice, das Mädchen im Bauerngewand wird zur Oboe, die Herzenskönigin klingt martialisch nach Blech, Pauken und Trompeten, die Katze greint im Ton der Klarinette u. v. m.

Wim van Zutphen

Wim van Zutphen

Artist in Residence – Brucknerhaus Linz
Geboren 1950 in Wageningen/Niederlande. Von 1968 bis 1974 studierte er Klavier, Dirigieren und Elektronische Musik in Utrecht, anschließend bis 1976 Jazzkomposition und Jazzarrangement an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, an der er seit 1976 unterrichtet.
1980 gründete Wim van Zutphen das Austrian Art Ensemble, als dessen künstlerischer Leiter er seither tätig ist.


Es ist toll, wie ihr die Musik von "Queen of Hearts" in den Film integriert habt.
Als ob sie eigens dafür komponiert wurde. Gratuliere!
Liebe Grüsse, Wim